Vinylboden – vielseitig und individuell

Vinyl Bodenbelag wird bei Heimwerkern immer beliebter. Kein Wunder, gibt es den Vinylboden dank moderner Fertigungsmethoden doch in zahllosen Varianten, angefangen bei verschiedenen Holzarten über Marmor und Sandstein bis hin zu Metall oder Schiefer. Der Bodenbelag wirkt dabei nicht wie ein elastischer Belag, da die Oberflächenstrukturen so authentisch gestaltet sind, dass auch fühlbar kaum ein Unterschied zum tatsächlichen Material erkennbar ist. Hinzu kommt, dass elastische Designböden funktional, einfach in der Handhabung und schnell zu verarbeiten sind. Der neue Fußboden kann mit einfachen Werkzeugen verlegt werden und Bauschmutz und Lärm halten sich in Grenzen. Durch seine geräuscharmen und schalldämmenden Eigenschaften vermittelt der Vinyl Bodenbelag ein angenehmes und fußwarmes Raumgefühl. Da auch das Preis-Leistungs-Verhältnis bei den zahlreichen ansprechenden Dekorvarianten stimmt, wird die Gestaltung des neuen Fußbodens mit Vinyl zu einem gelungenen Vorhaben.

Moderner Vinylboden ist nicht gesundheitsschädlich

Der Grundbaustein für Vinylboden ist Polyvinylchlorid (PVC). In der Vergangenheit oft aufgrund von Gesundheitsrisiken verteufelt, können moderne PVC-Böden heute ohne Bedenken verlegt werden. Grund für diese Weiterentwicklung ist die von großen PVC-Herstellern und Verarbeiterverbänden ins Leben gerufene Nachhaltigkeitsinitiative „Vinyl 2010“. Im Rahmen dieser Initiative wurde unter anderem beschlossen, Weichmacher nur noch gemäß den Schlussfolgerungen der EU-Risikoabschätzungen und Cadmium-Stabilisatoren überhaupt nicht mehr zu verwenden, die Substitution von Blei-Stabilisatoren zu fördern und Konzepte einer integrierten Abfallentsorgung aktiv zu unterstützen. Durch diese deutliche Bemühungen wurde die Entwicklung positiv beeinflusst und alle modernen Vinyl-Designbeläge liegen heutzutage unter den geforderten Grenzwerten für Schadstoffbelastungen. Sie können unbedenklich in allen Wohn- und Arbeitsbereichen, auch in Schlaf- und Kinderzimmern verlegt werden. Jeder neue PVC-Stoff wird vielfach geprüft und benötigt für die Zulassung eine CE-Kennzeichnung. Gesundheits- und umweltschädliche Stoffe schaffen es erst gar nicht auf den Markt.

Je nach Anforderung den richtigen Vinylboden wählen

Kein Bodenbelag vereint so viele Vorteile wie der Vinylboden. Der robuste und vielseitige Bodenbelag ist sehr strapazierfähig und eignet sich sowohl für den Einsatz in Krankenhäusern und Arztpraxen, als auch im Wohnbereich. Da es so viele unterschiedliche Ausrichtungen gibt, kann man gezielt denjenigen Bodenbelag auswählen, der am besten mit der Praxiseinrichtung bzw. den vorhandenen Möbeln im Wohnbereich harmoniert. Moderne PVC-Beläge kommen nicht von der Rolle, sondern werden in Fliesen- oder Laminatform geliefert. Der circa 5 mm dünne Vinylboden besteht aus einer Trägerschicht und einer individuellen Dekorschicht und lässt sich auf unterschiedliche Art verlegen.

Eignung des Untergrundes und Vorbereitung

Die Vorgehensweise ist bei allen Verlegearten gleich. Bei Estrich müssen zuerst Unebenheiten ausgeglichen und der Boden angeschleift werden. Auf Alt-PVC-Belag sollte nicht verlegt werden, da hier die Schadstoffbelastung meist noch vorhanden ist. Dieser Altbelag muss somit erst entfernt, der Untergrund gegebenenfalls ausgeglichen und angeschleift werden. Auf Holzfußboden ist eine direkte Verlegung möglich, wenn dieser fest und fugenfrei ist. Die Verlegung auf Keramikfliesen ist ebenfalls mit Vorbereitung verbunden. Diese müssen zuerst abgespachtelt werden. Das Vinyl-Material sollte sich möglichst mindestens 24 bis 48 Stunden vor der Verlegung schon am Verlegeort befinden, damit sich der neue Boden an die vor Ort herrschenden Temperaturen anpassen kann.

Schwimmende Verlegung von Vinylboden

Vinyl schwimmend verlegen heißt, dass das Material nicht mit dem Untergrund verklebt wird und mit der Wand abschließt. Nachdem die Verlegefläche vorbereitet und der passende Bodenbelag und eine Trittschalldämmung ausgewählt wurde, kann man mit der Verlegung beginnen. Bei mineralischem Untergrund beginnt man mit einer PE-Folie, auf welche die Trittschalldämmung folgt. Anschließend werden die Vinyl-Planken oder -fliesen Stück für Stück verlegt. Die Verlegerichtung kann nach Geschmack gewählt werden. Ein Tipp: zu zweit arbeitet man deutlich schneller und besser.

Verlegung von Klick-Vinyl

Die Vinyl-Bretter sind mit einem Klick-System ausgestattet und eignen sich besonders gut für den Wohnbereich. Angefangen mit der ersten Reihe werden die nachfolgenden Dielen nacheinander eingeklickt und ausgerichtet. Mit der Verlegemethode mit integriertem Klick-System kann der Vinylboden sehr gut von einer einzelnen Person verarbeitet werden. Eine gute Variante von Klick-Vinyl bildet Vinyl-Laminat, bei welchem die Trittschalldämmung bereits in die Diele eingearbeitet ist.

Klebende Verlegung von Vinylboden

Im Gegensatz zur schwimmenden Verlegung werden die Vinyl-Fliesen oder Dielen hier direkt mit dem Untergrund verklebt. Bei der Klebe-Variante ist eine optimale Vorbereitung des Untergrundes besonders wichtig. Am Mittelpunkt des Raumes beginnt die Verlegung der ersten Fliese. Alle folgenden werden an dieser ausgerichtet und mit Kleber aufgebracht bzw. bei selbstklebenden Vinyl-Fliesen oder Dielen die Schutzfolie entfernt. Die Herstellerhinweise zur Verlegerichtung sind zu beachten. Mit dem austretenden Kleber werden die Fugen abgedichtet. Überschüssiger Kleber wird abgespachtelt oder mit Waschbenzin entfernt. Eine interessante Variante von Klebe-Vinyl sind Vinyl-Sheets. Hier wird der spezielle Vinyl-Kleber per Spachtel auf den Untergrund aufgebracht und die Vinyl-Sheets anschließend aufgesetzt und angedrückt. Aufgrund der sehr geringen Aufbauhöhe lässt sich diese Vinylart sehr einfach handhaben.