Werkzeuge für die Verlegung

  • Verlegermesser mit Trapezklinge
  • Zollstock / Maßband
  • Gummihammer mit weißem Kopf
  • Abstandshalter
  • Bleistift / Parallelzeichner

Vorbereitungen und wichtige Informationen vor Verlegebeginn

Prüfung der Ware

Überzeugen Sie sich vor der Verarbeitung von der einwandfreien Beschaffenheit der gelieferten Ware. Zugeschnittene oder verlegte Ware ist von der Reklamation ausgeschlossen. Grundsätzlich garantieren wir Ihnen chargengleiche Ware pro Lieferung.

Akklimatisation

Designboden zum Klicken sollte mindestens 24 Stunden vor Verlegung in den zu verlegenden Räumen unter nachfolgenden Voraussetzungen akklimatisiert werden!

Raumklimatische Verhältnisse

• Lufttemperatur im Raum > 18°C
• Bodentemperatur mindestens 15°C bis maximal 25°C
• Relative Luftfeuchtigkeit < 65%

Untergrundbeschaffenheit

Bereiten Sie den Untergrund gem. VOB Teil C Bodenbelagsarbeiten DIN 18365 vor. Der Untergrund muss planeben, tragfähig und dauerhaft trocken sein. Die maximale Höhentoleranz darf gemäß DIN 18202 „Toleranzen im Hochbau – Tabelle 3 Zeile 4“, 3 mm pro Laufmeter bzw. bei Fliesenkanten 1 mm auf 10 cm, nicht überschritten werden. Textile Bodenbeläge und Nadelvlies müssen entfernt werden. Grundsätzlich ist die Entfernung alter Bodenbeläge zu empfehlen.

Hinweis: Der Bodenleger hat vor der Verlegung des Bodenbelages den Verlegeuntergrund zu prüfen und ggf. Bedenken anzumelden. Insbesondere bei:

  • größeren Unebenheiten
  • Rissen im Untergrund
  • nicht genügend trockenem Untergrund
  • nicht genügend fester, zu poröser und zu rauer Oberfläche des Untergrundes
  • verunreinigter Oberfläche des Untergrundes, z.B. durch Öl, Wachs, Lacke, Farbreste
  • unrichtiger Höhenlage der Oberfläche des Untergrundes im Verhältnis zur Höhenlage anschließender Bauteile
  • ungeeigneter Temperatur des Untergrundes
  • ungeeignetem Raumklima
  • fehlendem Aufheizprotokoll bei beheizten Fußbodenkonstruktionen
  • fehlendem Überstand des Randdämmstreifens
  • fehlender Markierung von Messstellen bei beheizten
  • Fußbodenkonstruktionen
  • fehlendem Fugenplan

Quelle: Kommentar zur DIN 18365 Bodenbelagsarbeiten)

Bei der Verlegung von Designboden zum Klicken auf Fußbodenheizungen ist neben der VOB DIN 18365 auch die EN 1264-2 (Fußbodenheizung Systeme und Komponenten) zu berücksichtigen. Die Oberflächentemperatur sollte 27°C dauerhaft nicht übersteigen.

Um Fäulnisschäden an holzbasierten Untergrundkonstruktionen (z.B. Holzbalkendecken) zu vermeiden, ist für eine ausreichende Hinterlüftung der Konstruktion zu sorgen bzw. diese zu gewährleisten.

Einsatz der Unterlagsmatte silentCOMFORT

Wir empfehlen die Verwendung der Unterlagsmatte silentCOMFORT aus dem Haus WINEO.

Diese Unterlagsmatte bietet Ihnen folgende Vorteile:

  • Überbrückung von geringen Unebenheiten des Untergrundes
  • Reduzierung der Tritt- und Gehschallgeräusche
  • Maximierung des Anti-Rutsch-Effektes, z. B. bei Shop-in-Shop Flächen, Sonderverkaufsflächen etc.
  • Minimierung von Begehgeräuschen durch möglichen Restschmutz auf dem Untergrund
  • Erhöhung des Begehkomforts
  • Verbesserung der Verlegeeigenschaften
  • Schutz vor Wechselwirkungen mit vorhandenen Untergründen

Wir empfehlen den Einsatz von silentCOMFORT bei der Verlegung auf Laminat,

  • Parkett, Holzfertigteilestriche und andere Holzwerkstoffe
  • ebenen Steinböden, keramischen Fliesen, Marmor, Feinsteinzeug (Fugenvoraussetzung: < 5 mm Breite / < 2 mm Tiefe und Höhenversatz von Fliese zu Fliese max. 1 mm)
  • PVC-Belägen
  • alte und neue Estriche

Nicht aufgeführte Untergründe bedürfen der Freigabe durch windmöller flooring products WFP GmbH. Die Verwendung von nicht geeigneten Unterlagen kann im Schadensfall zum Ausschluss der Gewährleistung führen

Die Verlegung von Designboden zum Klicken

Bewegungsfuge / Randabstände

Bewegungsfuge: mindestens 5 mm Breite.
Tipp: Nutzen Sie Reststücke des Bodenbelages als Abstandshalter. Ebenso beachten Sie einen Abstand von 5 mm zu allen im Raum befindlichen festen Gegenständen, wie z. B. Rohrdurchführungen, Türzargen etc.! Diese Bewegungsfuge darf grundsätzlich nicht mit Silikon, Elektrokabeln o. ä. belegt werden!

Die Verlegung

Verlegen Sie die Paneele mit der Stirnseite in Richtung Haupt-Lichtquelle des Raumes. Sie können die Eigenstabilität des verlegten Bodens deutlich verbessern, indem Sie lange, schmale Räume in Längsrichtung verlegen.

Arbeiten Sie in dem Verlegebereich stets von links nach rechts. Dabei zeigen die Federseiten der Paneele zur Wand. Achten Sie darauf, dass die Kopfverbindungen mit Nut und Feder passgenau übereinander liegen und verriegeln Sie diese per leichten Schlag mit einem weißen Gummihammer.

Zum Verlegen der Folgereihen setzen Sie das mind. 30 cm lange Restpaneel der ersten Reihe in die Längsnut der bereits liegenden Reihe im Winkel von ca. 30° an und senken es mit leichtem Druck gegen die Vorderreihe ab. Nehmen Sie das nachfolgende Paneel, führen es in einem Winkel von ebenfalls 30° längsseitig in das bereits flach auf dem Boden liegende Paneel der ersten Reihe und führen es dabei so dicht wie möglich an die Kopfseite des vorher verlegten Paneels und verriegeln dieses wie oben beschrieben.

Diese Technik wird zum Verlegen der gesamten restlichen Reihen angewandt.

Zur Verlegung der letzten Reihe wird der Abstand zwischen der Wand und der verlegten Reihe gemessen und auf das Paneel übertragen. Die letzte Verlegereihe sollte möglichst einer halben Paneelbreite entsprechen. Denken Sie an die 5 mm breite Bewegungsfuge.

Bewegungsprofile in der Fläche

Räume mit einer ununterbrochenen Fläche von 150 m² können unter Berücksichtigung des doppelten Randabstandes (ca. 10 mm) fugenlos verlegt werden. Eine Schenkellänge von ca. 12,5 m sollte nicht überschritten werden. Bei extrem schmalen, langen Räumen sollten Bewegungsprofile zum Einsatz kommen. Raumflächen, die durch aufgehende Bauteile (Pfeiler, Trennwände, Türdurchgänge o. ä.) unterbrochen werden, sollten durch das Setzen von Bewegungsfugen entsprechend der Flächengröße (mind. 5 – 10 mm) auf Höhe der Bauteile getrennt werden.

Bei der Installation von Sockelleisten, Übergangs- oder Abschlussprofilen berücksichtigen Sie, die Leisten oder Profile niemals am Bodenbelag zu befestigen! Falls Sie hierzu weitere Informationen wünschen, wenden Sie sich an unsere Verlegehotline.

Wichtige Hinweise zum Abschluss der Verlegung

  • Entfernen Sie alle Abstandshalter.
  • Designböden zum Klicken dürfen zu keiner Zeit bauseits fixiert werden. Weder darf der Bodenbelag mit dem Untergrund, noch an Möbeln oder sonstigen festen Einbauteilen fixiert werden.
  • Bitte beachten Sie, dass für ein fertiggestelltes aber noch nicht abgenommenes Gewerk eine Erhaltungspflicht (Schutz des Bodenbelages vor Beschädigungen durch nachfolgende Gewerke) von Seiten des Auftragnehmers besteht. Durch Teilabnahme übergeht die Erhaltungspflicht für die abgenommenen Bereiche auf den Auftraggeber.

 

Besonderheiten und Ausnahmesituationen

  • In Wintergärten bzw. ähnlichen Räumen mit bodentiefen und großflächigen Überkopfverglasungen ist der Einsatz von Designboden zum Klicken aufgrund von extremen Schwankungen des Raumklimas als
    kritisch zu betrachten und bedarf separater Abstimmung und Freigabe durch die windmöller flooring products WFP GmbH.
  • Bei der Verwendung von dauerelastischen Dichtstoffen empfehlen wir, die Fugenbereiche zunächst mit einem Fugendichtband (siehe Zubehör Art. Nr. 20080300) zu versehen und anschließend mit Silikonmasse zu verfüllen. Dauerelastisch abgedichtete Fugen sind als Wartungsfugen zu betrachten und müssen regelmäßig auf Funktionstauglichkeit überprüft-bzw. kontrolliert und ggf. erneuert werden.
  • Um Materialveränderungen/Schäden vorzubeugen, ist bei der Verlegung in Bereichen mit starker Sonneneinstrahlung für ausreichende Beschattung zu sorgen und ein Randabstand von 10 mm (ggf. Verwendung von Abschlussprofil PS400PEP) einzuhalten.
  • An Kaminen und Kachelöfen ist für eine ausreichend dimensionierte „Strahlungsbarriere“ (z. B. Glasoder Metallbodenplatten) zu sorgen.
  • Wineo Designböden zum Klicken sind von allen festeingebauten Möbeln oder Einrichtungsgegenständen wie z.B. Küchenzeilen, Öfen etc. zu entkoppeln.
  • Bei Einrichtungsgegenständen mit hoher statischer Drucklast muss entsprechend des Gewichts für eine ausreichende Lastverteilung (z.B. Lastverteilerplatten) gesorgt werden.
  • Eingefärbte Räder und Rollen auf Kautschukbasis (z.B. Autoreifen, luftbereifte Transportgeräte) können bei direktem Kontakt mit Vinyloberflächen irreversible Farbveränderungen durch Wechselwirkungen verursachen.
  • Sichtbare Unebenheiten im Streiflicht gelten nicht als Mangel, solange diese innerhalb der zulässigen Abweichungen nach DIN 18202 liegen.

Reinigung und Pflege

Bitte beachten Sie hierzu unsere ausführliche Reinigungs- und Reinigungsmittelempfehlung unter www.wineo.de

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